Abstieg „besiegelt“

17. April 2010 (cr) Geschrieben in 1. Mannschaft | Comments Off

Als traurige Pflicht des Berichterstatters und zugleich als Dokument unseres großen Kampfgeistes:Es war alles bereitet für den großen Abstiegskampf: Stefan hatte neue Parieformulare mit Durchschlag rechtzeitig besorgt. Helmut kümmerte sich um den Aufbau der Bretter. Werner stellte noch eine Packung Kaffee bereit. Der Dank gilt allen, die die Mannschaft in der Saison direkt oder indirekt unterstützt haben.So war Punkt 10 „high noon”. Stefan erinnerte die Gäste daran, dass man doch bitteschön einen Punkt dalassen möge. Die Antwort der „Siemensianer” war:: „An welchem Brett?” Dass dann um 12.00 h noch an allen Brettern gekämpft worden ist, zeigte unseren leidenschaftlichen Kampf von David gegen Goliath.Leider kam Christian an Brett 8 nach der Eröffnung in eine schlechte Stellung und verlor.Alexander Billing zeigte an Brett 7 eine weitere Kostprobe seines großen Talents und opferte aussichtsreich eine Qualität für Königsangriff., da die weiße Dame eine Zeitlang  „ausgesperrt” war. Leider fehlte im Ergebnis für einen durchschlagenden Angriff ein Tempo und sein Gegner konnte die Dame wieder aktivieren und gewann mit der Mehrqualität, nachdem der Angriff geblockt worden war.Karsten an Brett 6 kam in der Eröffnung in Nachteil. Er verteidigte sich sehr trickreich, indem er zwei Figuren gegen einen Turm gab. Nur leider kam es wie so oft im Endspiel Turm plus zwei Figuren plus Bauern gegen zwei Türme plus Bauern, dass es der Spieler mit den zwei Leichtfiguren leichter hat. Es drohen laufend Springergabeln und Läuferspieße. So kam es auch hier, als dann ein Turm durch einen Springer „gemeuchelt” wurde. Das verbleibende Endspiel war unhaltbar.Kevin konnte an Brett 3 mit „Coolness” überzeugen. Er nahm in einer französischen Partie den Bauer auf a2, der meistens vergiftet ist, und konnte dem nachfolgenden Angriff, bei dem sein König lange in der Mitte stand, erfolgreich abwehren. Dies war ein letzter Hoffnungsschimmer bzw., siehe die Eingangsbemerkung, der Punkt an einem Brett.Helmut an Brett 4 stand „sicher” auf Remis, als sein Gegner tief in die Trickkiste griff und mit einem überraschenden Turmopfer die Stellung zu seinen Gunsten auflöste. Es blieb danach ein verlorenes Damen- bzw. Bauernendspiel mit Wenigerbauern.Hans am Spitzenbrett verlor sehr unglücklich durch Zeitüberschreitung. Zunächst lieferten sich die beiden Spitzenspieler ein tolles Duell mit Qualitätsopfer und Rückopfer. Nach dem Handgemenge hatte Hans zumindest optisch die bessere Stellung und kurz vor der echten Zeitnotphase, sogar die leicht bessere Zeit. Die Schlußstellung war nur sehr komplex für „Blitzschach” und sein Gegner hatte den psychologischen Vorteil, dass es für seine Mannschaft nur noch um den Platzrang ging und zog Hans über die Zeit.Lorenz an Brett 2 hatte nach einer schrecklichen Eröffnung auf ein Mal sogar das leicht bessere Spiel, da er die schwarzen Felder beherrschte. Durch die geschlossene Bauernstruktur gab es jedoch keine Einbruchsfelder und man einigte sich auf Remis.Auch Stefan an Brett 5 konnte sich nach schlechter Eröffnung mit Bauernverlust in ein gutes Spiel befreien und hatte sogar beim Endspiel Dame plus Turm gegen Dame plus Turm das aktivere Spiel mit Angriffschancen, weil sein König sehr sicher stand, während der gegnerische König zum Wanderkönig wurde. Nur auch hier fehlt der letzte Tick und durch Zugwiederholung kam es zum Remis.Alles in allem kam der Abstieg über die gesamte Saison zustande, wobei wir an den meisten Brettern regelmäßig „am Limit” spielten. So gesehen ist es ganz gut, wenn wir in einer Klasse tiefer neuen Schwung holen können und wie einst bei der Schlacht auf dem Lechfeld wieder wie Phoenix aus der (Vulkan-)Asche aufzusteigen

5 Klosterlechfeld 1 DWZ - München Siemens 1 DWZ 2 - 6
1 2 Hornung, Hans, Dr. 2054 - 1 Rüther, Rudolf 2100 0 - 1
2 3 Heinrich, Lorenz 2027 - 2 Böhm, Uwe 2095 ½ - ½
3 4 Steffen, Kevin 2038 - 3 Fauth, Dietmar, Dr. 2126 1 - 0
4 5 Heinrich, Helmut 1972 - 4 Amelang, Thomas 2025 0 - 1
5 6 Winterkamp, Stefan 1971 - 6 Markl, Martin 2080 ½ - ½
6 7 Birnbaum, Karsten 1932 - 7 Jörg, Harald, Dr. 2134 0 - 1
7 13 Billing, Alexander 1880 - 10 Mattes, Heinz, Dr. 1909 0 - 1
8 14 Regal, Christian 1745 - 11 Osthoff, Michael 1973 0 - 1
Schnitt: 1952 - Schnitt: 2055

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Harterkämpftes Remis gegen Schwabing

21. März 2010 (cr) Geschrieben in 1. Mannschaft | Comments Off

 

Schwabing begrüßte die Gäste mit dem Hinweis auf die offene Getränkekasse, dass man bitteschön das Geld da lassen solle, während man sich die Punkte redlich erkämpfen dürfe, sozusagen die Abwandlung von Geld oder Leben vom Räuber Hotzenplotz aufs Schachspielen übertragen.Der Kampf selbst begann mit einem kleinen Vorteil für Klosterlechfeld, da Helmut kampflos gewann.Hans verlor leider an Brett 2, nachdem er zunächst in einer scheinbar sicherstehenden Eröffnung den Zentrumsbauern auf e5 „erräubern” konnte, um im Eingangsbild zu bleiben. Irgendwie war der Bauer aber vergiftet, da Hans nach einer geschickten Umgruppierung seines Gegners die Qualität verlor. Das verbleibende Endspiel zwei Türme gegen Turm mit Springer war hoffnungslos, da sein Gegner zudem die siebte Reihe mit Tempo besetzen konnte.Bernd Hoy konnte nach der Eröffnung und langer Rochade seines Gegners mit seinem Turm auf die siebte Reihe eindringen und den wichtigen Deckungsbauern auf f7 erobern. Bernd machte es sich nochmals etwas schwerer, als er einen ungenauen Zug einstreute und nicht gleich mit dem genaueren Zug einen weiteren Bauern gewann. Durch den Abtausch der verbleibenden Figuren kam letztlich trotzdem ein technisch leicht gewonnenes Bauernendspiel mit einem Freibauern mehr heraus.Unser Käpt’n Stefan konnte nach verpatzter Eröffnung mit großem Kampfgeist ein Remis herausholen, da er auf den schwarzen Feldern mit seiner Dame ein Dauerschach drohen konnte.Besonderer Dank gilt an Karsten, der trotz einer leichten Erkrankung antrat und für uns ein weiteres Remis nach solider Eröffnung herausspielte.Ebenso hat sich Jonathan ein dickes Lob verdient, da er die Eröffnung gut spielte. Als junger Nachwuchsspieler fehlte ihm noch die Erfahrung, im Mittelspiel ein besseres Gegenspiel aufzubauen, so dass sein Gegenspieler nach und nach einen positionellen Vorteil errang und gewann. Als Zwischenergebnis stand es somit 3:3.Somit kam es auf die beiden letzten Partien von Kevin und Lorenz an.Kevin hatte einen Bauerrn mehr in einem Endspiel mit Springer gegen Läufern und Bauern auf beiden Flügeln und sah gewinnbar aus. Lorenz hatte zwei Bauern weniger, ebenfalls mit Springer gegen Läufer und Bauern auf beiden Flügeln, was jedoch so aussah, wie man es in der Öffentlichkeit nicht beschreiben und schon gar nicht in den Mund nehmen  darf.Kevins Springer wurde durch den zentralen Läufer kein Raum gelassen. Kevin konnte jedoch mit einem kleinen Trick einen Bauern überraschend vorschieben, da er nach dem Nehmen mit dem Läufer den Läufer mit einer Springergabel gewonnen hätte. Dieses Manöver reichte gerade noch, die Partie ins Remis zu retten.Lorenz hätte schon in Eröffnung verlieren müssen; das verbleibende Figuren- und Bauernendspiel war auch kein Zuckerschlecken. Der aktive Springer konnte zum Glück einen wichtigen Bauern auf dem Königsflügel gewinnen und somit die Bauernmehrheit auf diesem Flügel aufheben. Damit bestand die kraftvolle Chance, die beiden Bauern auf dem Damenflügel zu schlagen, notfalls mit einem Figurenopfer, weil das Endspiel schwarzfeldriger Läufer plus Bauer auf h-Linie Remis wird, wenn es König vor das Umwandlungsfeld schafft, weil es der „falsche” Läufer ist. Dieser „Plan” gelang mit mehr Glück als Verstand und die verbleibende Stellung war ein hart erkämpftes technisches Remis.Im Gesamtergebnis kann im Abstiegskampf jeder Mannschaftspunkt wichtig sind; was dieser Mannschaftspunkt Wert ist, werden wir erst nach der letzten Runde wissen.

1 München Schwabing Nord 1 DWZ - Klosterlechfeld 1 DWZ

4 - 4

1 3 Miskevicer, Boris

2052

- 1 Hoy, Bernd

2233

0 - 1

2 5 Zellner, Richard

2075

- 2 Hornung, Hans, Dr.

2050

1 - 0

3 6 Fantino, Rene

1998

- 3 Heinrich, Lorenz

2027

½ - ½

4 7 Waltenberger, Udo

2034

- 4 Steffen, Kevin

2017

½ - ½

5 9 Novak, Petr

2183

- 5 Heinrich, Helmut

1972

- - +

6 15 Lippermann, Bernhard

1877

- 6 Winterkamp, Stefan

1971

½ - ½

7 16 Siebenwirth, Christian

1806

- 7 Birnbaum, Karsten

1932

½ - ½

8 18 Holzer, Erwin

1834

- 19 Kölbl, Jonathan

1677

1 - 0

Schnitt:

1982

- Schnitt:

1984

 


Schlappe im Abstiegskampf gegen Türkheim mit 3 : 5

28. Februar 2010 (cr) Geschrieben in 1. Mannschaft | Comments Off

 Der Mannschaftskapitän von Türkheim, Schachfreund Werner Lux, fand die richtigen Begrüßungsworte: Für Klosterlechfeld ging es im Abstiegsduell um „alles”, während Türkheim auch bei einer Niederlage noch einen kleinen Sicherheitsabstand hätte.An Brett 1 begann Bernd Hoy vielversprechend, weil er bereits in der frühen Eröffnungsphase mit einem brutalen äh klugen Figurenopfer enormen Druck aufbaute. Sein Gegner konnte zwar den Angriff noch bestmöglich abwehren, nur verwertete Bernd seinen Mehrbauern nach dem Handgemenge traumhaft sicher.An Brett hatte 8 hatte Alexander Billing in der Runde davor gegen Garching mit einem glanzvollen Damenopfer seine Partie mit Matt abgeschlossen. Auch dieses Mal sah sein Angriff und Positionsspiel überwältigend aus, nur konnte sich sein Gegner nach und nach überraschend befreien und gewann mit einem Läuferspieß eine Qualität. Alexander mußte leider überraschend aufgeben.Lorenz an Brett ereilte ein ähnliches Schicksal im doppelten Wortsinne: sein Gegner spielte die Eröffnung sehr geschickt, indem er sich zunächst in eine gesicherte Position zurückfallen ließ. Ungeschickterweise rochierte Lorenz auch noch lang und konnte dann den fundierten Angriff nicht mehr aufhalten und ging Matt.Kevin gewann zunächst an Brett 4 eine ganze Figur, nur dann machte er zwei, drei nachlässige Züge. Die Partie verflachte und endete im Remis.Hans spielte auf Brett 2 gewohnt positionssicher und konnte das verbleibende Turmendspiel plus Bauern überzeugend zum Sieg führen, da seine Türme und Bauern aktiver standen.Karsten erreichte eine solide, ausgeglichene Stellung. Auch hier kam es zum Turmendspiel plus Bauern. Im Ergebnis hielten sich hier die wechselseitigen Optionen die Waage. Die Partie endete verdient mit Remis.Helmut mußte daher seine Stellung auf Sieg spielen und wie so oft, wenn eine Stellung auf Teufel komm ‘raus auf Sieg gespielt wird, geht der Schuß nach hinten los und die Stellung wird überzogen. So war es auch hier, als Helmut dann nach einer Springergabel die Qualität verlor.Stefan konnte bestenfalls noch auf Remis hoffen, nachdem es aus zunächst remisigem Turmendspiel nachteilig für ihn zum Endspiel Dame plus ein Bauer gegen Turm plus ein Bauer kam. Unser Käpt’n kämpfte großartig, nur kam er letztendlich in Zugzwang und mußte aufgeben.Damit gibt es nur noch theoretische Chancen, den Abstieg zu vermeiden: Leider ist die bisherige ganze Saison gelaufen wie diese Runde: es gab immer wieder Höhepunkte in einzelnen Partien, nur fehlten in Summe regelmäßig Punkte, um einen Mannschaftskampf erfolgreich zu gestalten.Da wir schon mehrfach dem Abstieg in letzter Sekunde entronnen sind, werden wir auch die beiden letzten Runden kämpfen. Trotzdem wäre die Meldung am letzten Spieltag, in der Liga geblieben zu sein, eine Sensation, mehr noch ein Wunder.

5 Türkheim-BW 1 DWZ - Klosterlechfeld 1 DWZ 5 - 3
1 3 Rogobete, Nikolas Johann 2171 - 1 Hoy, Bernd 2233 0 - 1
2 4 Antemia, Paul 2075 - 2 Hornung, Hans, Dr. 2050 0 - 1
3 5 Fischer, Manfred, Dr. 2115 - 3 Heinrich, Lorenz 2027 1 - 0
4 7 Tudosa, Daniel 2004 - 4 Steffen, Kevin 2017 ½ - ½
5 9 Erler, Mark 2036 - 5 Heinrich, Helmut 1972 1 - 0
6 10 Lux, Werner 1932 - 6 Winterkamp, Stefan 1971 1 - 0
7 11 Epple, Ulrich 1973 - 7 Birnbaum, Karsten 1932 ½ - ½
8 13 Zellweger, Wilfried 1976 - 13 Billing, Alexander 1806 1 - 0
Schnitt: 2035 - Schnitt: 2001